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Von Frustration zu Fundament: Ein unternehmenskritisches internes Tool neu denken

Workshop-Session mit Teammitgliedern, die gemeinsam an Haftnotizen und Diagrammen arbeiten

Ein globaler Automobilhersteller steuerte seinen gesamten Prozess rund um Fahrzeugkonfiguration und Produktionsdaten über ein einziges internes System — die verbindliche Entscheidungsgrundlage dafür, was in welcher Variante für welchen Markt gebaut wird. Hunderte Mitarbeitende aus Entwicklung, Qualitätsmanagement, Vertrieb und Fertigung arbeiteten täglich damit. Doch das System war so langsam, dass es die Arbeit blockierte, von Bugs durchzogen und in eine fragmentierte Landschaft aus mehr als einem Dutzend vernetzter Dritttools eingebettet. Drei grundlegend verschiedene Nutzergruppen — mit je eigenen Workflows und mentalen Modellen — kämpften alle mit demselben kaputten Fundament. Die Organisation brauchte eine forschungsbasierte Antwort auf eine schwierige Frage: Wie soll die nächste Version dieses Systems wirklich aussehen?

Ich leitete das Projekt als Design Director bei einer digitalen Produktberatung und arbeitete sieben Wochen lang mit einem Team aus drei UX-Designern. Meine Verantwortung umfasste die Projektleitung, das Research-Design, die Einbindung von Stakeholdern sowie die Verdichtung der Erkenntnisse zu einer strategischen Vision, auf deren Basis der Kunde handeln konnte.

Workshop-Session mit Teilnehmenden, die gemeinsam an einem Tisch arbeiten
  • Zwei Kick-off-Workshops zur Formulierung von Annahmen und Forschungsfragen
  • Vollständige Stakeholder-Map aller Abteilungen, Rollen und Systemabhängigkeiten
  • 15 Nutzerinterviews (je 60–90 Minuten) an vier Standorten
  • Synthese der Erkenntnisse zu drei Nutzer-Archetypen mit dokumentierten Pain Points und Bedürfnissen
  • Co-Creation-Workshop mit 12 Stakeholdern zur Identifikation und Priorisierung von Handlungsfeldern
  • Experten-Fokusgruppe mit fünf Spezialisten zur Schärfung visionärer Ideen
  • Entwicklung von drei Evolutionsstufen für ein zukünftiges System — von unmittelbaren Fixes bis hin zu einer vollständig vernetzten Plattform
Strategische Roadmap und Deliverable-Visual aus dem Research-Projekt

Die Research-Arbeit gab der Organisation etwas, das zuvor fehlte: ein gemeinsames, evidenzbasiertes Bild davon, was nicht funktionierte — und warum — aus der Perspektive der Menschen, die täglich damit arbeiten. Die strategische Vision, die wir entwickelten, wurde zur Grundlage für die Initiierung eines vollständigen Redesign-Programms, mit einem klaren Fahrplan von der Stabilisierung bis hin zu einer modernen, integrierten Plattform.

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